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Meldungen bearbeiten

Diese Seite beantwortet eine einzige Frage: Jemand beschwert sich über einen öffentlich sichtbaren Beitrag — was passiert dann, und was musst du tun?

Du findest die Warteschlange im Governance-Hub unter Meldungen (/governance/reports).

Rollen: Wer darf das?

Die Melde-Warteschlange steht Hub-Admins und Instanz-Moderatoren vollständig offen: Liste, Entscheidung, Entfernen und Wiederherstellen gemeldeter Beiträge.


Warum es diesen Weg gibt

Bürgerinhalte in Räumen sind auf locali nie öffentlich. Öffentlich sichtbar ist ausschließlich, was verifizierte Organisationen veröffentlichen. Genau für diese Beiträge braucht ein Betreiber einen Meldeweg — und die Möglichkeit, darauf zu reagieren, ohne gleich die ganze Organisation abzuschalten.

Der Meldeweg richtet sich an dich als Betreiber, nicht an die Organisation, die den Beitrag veröffentlicht hat. Das ist der entscheidende Unterschied zur bereits vorhandenen Funktion „Info melden“: die meldet falsche Stammdaten und wird von der Organisation selbst bearbeitet. Eine Beschwerde über einen Inhalt darf nicht bei denjenigen landen, über die sie sich beschwert.

Meldbar sind neben veröffentlichten Beiträgen auch Organisationsprofile („Profil melden“ auf der Profilseite — landet in derselben Warteschlange, beschriftet mit der Organisation) und Orte (eigener Prüfweg der Orte-Verwaltung; funktioniert ebenfalls ohne Konto).


Wer melden kann

Jede und jeder — auch ohne Konto. Das ist die einzige Stelle in locali, an der ohne Anmeldung etwas geschrieben werden kann, und sie ist bewusst so gebaut: Die Person, die den Meldeweg am dringendsten braucht, ist oft jemand, der über sich selbst etwas auf einem Hub findet, bei dem er nie ein Konto angelegt hat. Eine Anmeldepflicht wäre dort eine Hürde vor dem Widerspruch.

Missbrauch ist stattdessen technisch begrenzt:

Grenze Standard
Meldungen je IP-Adresse und Stunde 5
Meldungen je IP-Adresse und Tag 20
Meldungen je angemeldetem Konto und Tag 10
Länge der Freitextbeschreibung 1000 Zeichen

Was du in der Warteschlange siehst

Eine Zeile je gemeldetem Gegenstand (Beitrag oder Organisationsprofil) — nicht je Meldung. Beschweren sich zehn Menschen über denselben Beitrag, ist das eine Entscheidung, also eine Zeile mit der Zahl 10.

Jede Zeile zeigt den Beitrag, die veröffentlichende Organisation, alle genannten Gründe, den Text der jüngsten Meldung und wie lange die erste noch offene Beschwerde schon wartet.

Die Liste ist nach Wartezeit sortiert: was am längsten liegt, steht oben. Alles, was das Bearbeitungsziel überschritten hat (Standard 48 Stunden, einstellbar zwischen 24 und 336 Stunden in den Hub-Einstellungen unter „Betreiber-Richtlinien"), ist rot markiert.

Ein gemeldeter Beitrag, den die Organisation inzwischen selbst gelöscht hat, bleibt in der Warteschlange stehen und ist als „nicht mehr öffentlich“ gekennzeichnet. Die Meldenden warten weiterhin auf eine Antwort — das Verschwinden des Beitrags erledigt die Beschwerde nicht.


Wie du entscheidest

Es gibt genau drei Ausgänge, und jeder verlangt eine Begründung von mindestens zehn Zeichen:

Entscheidung Bedeutung
Keine Maßnahme Du hast geprüft und lässt den Beitrag stehen.
Beitrag entfernen Der Beitrag wird von allen öffentlichen Flächen genommen.
Weitergeben Du gibst die Sache außerhalb der Plattform weiter, etwa an eine Behörde. Der Beitrag selbst bleibt unverändert.

Die Begründung ist Pflicht, weil sie zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllt: Sie geht wörtlich an alle, die diesen Beitrag gemeldet haben, und sie ist dein Nachweis, falls dieselbe Sache Monate später noch einmal aufkommt. Eine Löschung, deren Grund niemand aufgeschrieben hat, ist als Nachweis wertlos.

Eine Entscheidung schließt alle offenen Meldungen zu diesem Gegenstand auf einmal, mit derselben Begründung.

Wiederkehrende Termine: ein Termin oder die ganze Reihe

Ein wiederkehrender Termin liegt als ein Eintrag je Datum vor. Betrifft die Beschwerde die Reihe selbst und nicht ein einzelnes Datum, fragt der Bestätigungsdialog danach — und nennt die Zahl: „Nur diesen Termin" oder „Alle 12 Termine dieser Reihe". Voreingestellt ist der einzelne Termin; mehr zu entfernen als verlangt war, ist der Fehler, den man nicht still zurücknehmen kann.

Die Wiederherstellung fragt dasselbe, mit der Zahl der entfernten Termine: „Alle 12 entfernten Termine dieser Reihe". Das ist wichtiger, als es klingt — zu einem entfernten Beitrag führt keine Liste und keine Suche, also wäre eine Reihe, die nur Termin für Termin zurückgeholt werden kann, praktisch nicht zurückzuholen. Termine, die die Organisation selbst zurückgezogen hat, bleiben dabei unberührt: das war ihre Entscheidung, nicht deine.

Bei einem gemeldeten Organisationsprofil gibt es „Beitrag entfernen“ bewusst nicht — ein Profil lässt sich nicht einzeln „löschen“. Das verhältnismäßige Mittel ist das Archivieren der Organisation über die Governance-Organisationsverwaltung; die Warteschlange erklärt das an der Zeile.


Nach einer Entfernung: weitere Schritte

Hast du „Beitrag entfernen“ gewählt, fragt locali einmal nach, ob es dabei bleibt. Der Folgedialog nennt die veröffentlichende Organisation und bietet zwei weitergehende Schritte an:

Schritt Wirkung
Direktes Veröffentlichen deaktivieren Die Organisation kann keine neuen Beiträge mehr ohne Prüfung veröffentlichen — und diese Möglichkeit nicht selbst zurückholen; nur du kannst sie wieder freigeben. Bereits veröffentlichte Beiträge bleiben stehen.
Organisation sperren Die Organisation verschwindet aus dem öffentlichen Verzeichnis, ihre Quellen werden pausiert. Inhalte und Verantwortliche bleiben erhalten; du kannst jederzeit reaktivieren.

Nichts davon geschieht von selbst. Der Dialog steht auf „Nichts weiter“, und der Schalter zum Ausführen bleibt gesperrt, bis du bewusst einen Schritt auswählst. Schließt du ihn, bleibt es bei der Entfernung dieses einen Beitrags.

Der Dialog erscheint nur, wenn hinter dem Beitrag eine Organisation steht und du die Organisations-Governance bedienen darfst. Beide Schritte sind auch später jederzeit über die Organisationsverwaltung im Governance-Hub erreichbar — der Dialog ist eine Abkürzung im richtigen Moment, kein eigener Weg.


Was die meldende Person erfährt

  • Angemeldet: eine Benachrichtigung in der App mit Ergebnis und Begründung. Diese Benachrichtigung lässt sich nicht abschalten — wer sich die Mühe einer Meldung macht, hat eine Antwort verdient.
  • Anonym mit E-Mail-Adresse: eine E-Mail mit demselben Inhalt.
  • Anonym ohne Adresse: nichts. Das Formular sagt das vorher.

Angemeldete Meldende sehen ihre eigenen Meldungen jederzeit unter Meine Meldungen (/me/reports).


Was gespeichert wird — und wie lange

Daten Aufbewahrung
Gemeldeter Beitrag, Grund, Freitext, deine Entscheidung dauerhaft (dein Nachweis)
E-Mail-Adresse der meldenden Person bis zur Antwort, danach gelöscht
IP-Adresse wird nie gespeichert — nur ein gesalzener Hash davon, ausschließlich für die Mengenbegrenzung, nach 30 Tagen gelöscht

Die Meldung selbst bleibt also erhalten, die Spur zur Person nicht.

Rechtliche Prüfung

Die Aufbewahrungsfristen sind Voreinstellungen, keine Rechtsberatung. Lass sie vor dem Produktivbetrieb durch deine Datenschutzberatung bestätigen.


Was der Meldeweg nicht tut

  • Kein Auto-Ausblenden. Ein Beitrag verschwindet nie automatisch, egal wie viele Meldungen es gibt. Eine automatische Löschung wäre eine Löschung ohne Entscheider — und genau darum geht es hier.
  • Keine Vorwarnung an die Organisation. Die veröffentlichende Organisation erfährt von einer Meldung erst, wenn du entschieden hast.
  • Keine Meldungen aus Räumen. Beiträge in Räumen sind nicht öffentlich; für sie gilt weiterhin die Moderation im Raum durch dessen Moderation.

Verwandte Seiten

  • Protokoll — jede deiner Entscheidungen wird dort festgehalten
  • Hub-Einstellungen — dort stellst du unter „Betreiber-Richtlinien" auch das Bearbeitungsziel ein
  • Benutzer — Sperren und Deaktivieren von Konten
  • Quellen — Pausieren und Stilllegen ganzer Quellen